In diesem Bereich präsentieren wir Ihnen eine Auswahl an Medienberichten über Anlässe oder Publikationen der Progress Foundation sowie eigene Beiträge unserer Stiftungsratsmitglieder.
Die Einwanderung in den Schweizer Arbeitsmarkt ist ein Trugbild
Die Schweiz macht sich etwas vor, wenn sie meint, mit der Einwanderung in den Arbeitsmarkt eine Balance zwischen Kontrolle und Offenheit gefunden zu haben. Tatsächlich überwälzt das Regime die Kosten der Zuwanderung auf die Allgemeinheit und internalisiert den Nutzen bei Arbeitgebern und Migranten. Das ist nicht liberal und marktwirtschaftlich.
Zum Glück lassen sich unterschiedliche Charaktere und Begabungen nicht einebnen
Startgerechtigkeit ist ein hohes liberales Gut. Doch wenn man vor lauter Fixierung auf die Gleichheit die Kinder schon zu früh aus der familiären in die kollektive Obhut überführt, beschädigt man einen Pfeiler der liberalen Gesellschaft.
Vorsicht bei der Wortwahl: Radikalliberal ist nicht ultrarechts
In den Medien wird konsequenter Liberalismus oft mit einer extrem rechten Position gleichgesetzt, zum Beispiel bei der Präsidentenwahl in Argentinien. Doch die marktwirtschaftlichen Überzeugungen des polarisierenden Kandidaten Javier Milei sind nicht rechts, sondern Ausfluss liberaler Vernunft sowie des Scheiterns der bisherigen Politik.
Soll der Staat als Inkassobüro für Kirchensteuern dienen?
Mit schöner Regelmässigkeit poppt in politischen Debatten die Forderung nach einer Trennung von Kirche und Staat auf – so auch jetzt, nach den jüngsten Skandalmeldungen aus der katholischen Kirche. Aus liberaler Sicht ist sowohl die obligatorische Kirchensteuer und deren Inkasso durch den Staat als auch bzw. erst recht die Kirchensteuerpflicht der Unternehmen ein ausgesprochenes Ärgernis.
Sind sie die Wirtschaftselite von morgen? Ein Dokumentarfilm zeigt HSG-Studenten beim «Strampeln auf hohem Niveau»
Der Regisseur Piet Baumgartner begleitet fünf junge Menschen, die das weltbeste Masterprogramm für internationales Management absolvieren. «The Driven Ones» lässt sie nicht vollständig, aber doch zu schlecht aussehen.
Amtszeitbeschränkungen: ein sinnvolles Ablaufdatum für die Macht
Ob in Politik oder Unternehmen, in Universitäten und staatlicher Verwaltung, in Kulturinstitutionen und Medien – ein zu langes, fast unbegrenztes Verharren in Führungsfunktionen hat viele Nachteile. Amtszeitbeschränkungen sind zwar kein Allheilmittel, aber sie weisen viele Vorteile auf und sind den in Europa erstaunlich breit akzeptierten, aber diskriminierenden Altersguillotinen vorzuziehen.
Zu viel Vertrauen in Zahlen
Empirische Ergebnisse werden in wirtschaftspolitischen Debatten oft für bare Münze genommen. Häufig suggerieren die Zahlen allerdings eine Präzision, die sie nicht liefern. Trotzdem ist das Zählen und Messen nicht wertlos – nämlich dann, wenn man es mit Demut betreibt und sich einige Einsichten vor Augen hält.
Auch wenn der Eindruck täuscht: Die Welt wird gleicher
In Studien und Artikeln ist viel von der wachsenden Ungleichheit der Einkommen die Rede. Doch ein gutes Leben hängt daneben von vielem anderen ab. Versteht man den Lebensstandard etwas breiter, stellt man fest, dass es heute weniger Ungleichheit gibt als vor dreissig Jahren – und das auf einem insgesamt höheren Niveau.
Weniger Rente für Kinderlose: eine radikale Idee – aber teilweise richtig
Die Finanzierung der Altersvorsorge wird immer mehr zum Problem. Eine ob ihrer Radikalität politisch kaum realisierbare Rentenkürzung für Kinderlose gliche die finanzielle Schieflage zwischen Menschen mit und solchen ohne Kinder etwas aus.
Die direkte Demokratie passt zum Liberalismus
Im Gegensatz zu einer weitverbreiteten Meinung sind Demokratien nicht per se liberal. Wo es zwingend kollektive Entscheide braucht, entspricht die direkte Demokratie dem liberalen Konzept mehr als die repräsentative Demokratie.
Die Gefahr von ESG: Klima über alles – auch in den Unternehmen
Unternehmen stehen unter Druck, neben dem Gewinnziel viele gesellschaftliche Ziele zu verfolgen. Und sie beugen sich diesem Druck. Wenn die dadurch entstehenden Zielkonflikte nicht offen geregelt werden, droht der Kampf gegen den Klimawandel durch die Hintertür zum dominanten Unternehmensziel zu werden.
Gratis im Stau am Gotthard – oder zahlen für freie Fahrt?
Gebühren für die Benutzung von Strassentunnels gibt es auf der ganzen Welt. In der Schweiz stossen sie dagegen auf staatspolitische Bedenken – zumal am Gotthard. Das ist zu kurz gedacht. Indem Gebühren den Verkehr besser kanalisieren, machen sie die Verbindungen offener, als wenn diese durch Staus verstopft werden.
Ist die Linke noch links?
Die Positionen linker Parteien haben sich stark gewandelt. Viele ursprüngliche Anliegen und Werte wurden aufgegeben. Das Liebäugeln mit der Gewalt aber ist geblieben.
Studie zu Frauen und Karriere: schockierende studentische Zensurmentalität
Seit eine Studie gezeigt hat, dass hinter unterschiedlichen Karriereverläufen von Frauen und Männern auch unterschiedliche Rollenverständnisse stecken, ist Feuer im Dach. Es geht um viel, nämlich die Freiheit der Meinungsäusserung, auch, ja gerade dann, wenn die vertretene Meinung überraschend, konträr und provokativ ist.

Der Liberalismus des schlechten Gewissens
Die Umweltbewussten haben es uns früh gelehrt: Man sollte die Dinge lange nutzen und man sollte Recycling betreiben, also Dinge mehrfach verwenden. Das gilt auch für ältere Texte, die immer noch zutreffend sind. In diesem Sinne schalten wir heute einen Text von Progress-Foundation-Präsident Gerhard Schwarz auf, der am 31. Dezember 2004 in der Neuen Zürcher Zeitung erschienen ist, aber über weite Strecken unverändert Gültigkeit beanspruchen kann. Was zeigt, dass der Liberalismus sich, entgegen den Behauptungen seiner vielen Gegner, nicht etwa auf der Siegerstrasse befindet.
Warum das Klimaschutzgesetz gegen den Geist der Aufklärung verstösst
Das Klimaschutzgesetz, über das die Schweiz am 18. Juni abstimmt, ist mehr als ein ordnungspolitisches ein staatspolitisches Ärgernis, auch wenn es hehre Ziele formuliert. Es wird dem Volk nämlich kein reiner Wein eingeschenkt, wie unrealistisch die Zielerreichung ist und welche direkten und indirekten Kosten dadurch entstünden.
Preisstabilität heisst Preisstabilität – und sicher nicht 4 Prozent Inflation
Wer, wenn er realistisch gesetzte Ziele verfehlt, die Ziele anpasst, macht sich und anderen etwas vor. Leider besteht derzeit in der Geldpolitik eine Tendenz in diese Richtung. Es wäre für die Glaubwürdigkeit der Notenbanken verheerend, wenn sich dieser Trend durchsetzen würde.
Die Schweiz und das Trittbrettfahren beim Fachkräftemangel
Die Klagen über den Fachkräftemangel sind weder neu noch spezifisch schweizerisch. Die Versuche, ihn durch Zuwanderung aus den Nachbarstaaten zu bekämpfen, und das seit Jahrzehnten, sind blosse Symptom- statt Ursachenbekämpfung. Zudem verstärken sie den Fachkräftemangel in den Herkunftsländern der Zuwanderer.
«… und die Grösse ist gefährlich» – Überlegungen zur neuen Schweizer Super-Bank
Die CS-Krise ruft in Erinnerung, dass Unternehmen, die «too big to fail» sind, in einer Marktwirtschaft einen Fremdkörper darstellen. Es darf aber nicht übersehen werden, dass sehr grosse Unternehmen generell problematisch sind. Die Grösse verleiht ihnen wirtschaftliche und politische Macht, die einer liberalen Ordnung nicht zuträglich ist.
Korrekturbedarf bei der Steuerprogression
Die Steuerprogression hat angesichts moderner Lebensformen unbeabsichtigte negative Wirkungen. Allgemein bekannt ist die Heiratsstrafe. Ihre Beseitigung durch eine Individualbesteuerung führt zu einer Einverdiener-Strafe. Und angesichts des Trends zur Teilzeitarbeit entwickelt sich die Progression zur Vollzeitarbeit-Strafe.